Roland DG als Goldsponsor auf der 10. internationalen Fab-Lab-Konferenz (FAB10)

Die Roland DG Corporation gab heute ihre Teilnahme als Goldsponsor an der 10. internationalen Fab-Lab-Konferenz (FAB10) bekannt, die vom 2. bis 7. Juli 2014 in Barcelona stattfindet.

Auf der FAB10, die vom Fab Lab Barcelona organisiert wird, stehen unter dem Motto „From Fab Labs to Fab Cities“ die digitale Fabrikation und ihre Auswirkungen auf städtische Umgebungen im Mittelpunkt. Neben den täglichen Gesprächsrunden, Workshops, einem Fab-Festival und Symposium planen die Veranstalter den Bau eines „Fab House“. Roland DG stellt seine Produkte während des gesamten Events für Workshops zur Verfügung und präsentiert seine neuesten Maschinen für additives und subtraktives Rapid Prototyping und Fertigung an seinem Stand.

„Roland ist stolz, als Sponsor zu dieser globalen Fab-Lab-Veranstaltung beizutragen“, erklärt Masahiro Tomioka, Chairman und President der Roland DG Corporation. „Auch wir verfolgen das Ziel, die Möglichkeiten der digitalen Fabrikation zu erweitern, damit Menschen überall ihre Fantasie und Kreativität voll ausschöpfen und innovative, zukunftsorientierte Ideen umsetzen können. Wir freuen uns, die Ergebnisse dieser Ideen zu sehen und dass wir mit unseren Lösungen dazu beitragen können, unser Alltagsleben, unsere Städte und Umwelt zu verbessern und die gemeinsamen globalen Herausforderungen zu meistern.“

Fab-Lab-Konzept

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Ein Fab Lab (Fabrication Laboratory) ist ein offener Workshop, der digitale Fabrikation sowie analoge Werkzeuge bietet, um „so gut wie alles“ herzustellen. Das Konzept wurde ursprünglich von Prof. Dr. Neil Gershenfeld entwickelt, dem Direktor des Center for Bits and Atoms (CBA) am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Mittlerweile gibt es mehr als 250 Fab Labs in über 50 Ländern, die unter den drei Schwerpunkten MAKE, LEARN, SHARE (Herstellen, Lernen, Teilen) die personalisierte Fabrikation unterstützen, durch die Menschen völlig neuartige Möglichkeiten erhalten, um eigene Produkte zu entwerfen und anschließend herzustellen. Jedes lokale Fab Lab ist mit einem Netzwerk von Fab Labs auf der ganzen Welt verbunden, um Informationen auszutauschen, gemeinsam Ideen zu entwickeln und bei der Problemlösung und Projektrealisierung zusammenzuarbeiten. Die weltweite Fab-Lab-Konferenz findet jedes Jahr an einem anderen Ort statt und dient als Forum, auf dem Fab-Lab-Manager, wichtige Mitglieder und Praktiker des internationalen Fab-Lab-Netzwerks sowie externe Teilnehmer zusammenkommen.

Fab Lab Barcelona

tomas_diaz.jpgDas Fab Lab Barcelona wurde vor über 10 Jahren vom gebürtigen Venezolaner Tomas Diez gegründet, einem ständigen Mitglied des IAAC (Institute for Advanced Architecture of Catalonia). 2010 stellte das Fab Lab Barcelona ein Solar Fab House vor, das mithilfe der Umwelt doppelt so viel Energie erzeugt, wie für seinen Verbrauch benötigt wird. 2013 wurde mit der Entwicklung des Smart Citizen Kit begonnen, einem Sensor, mit dem Einzelpersonen die Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Umgebungsgeräusche, Lichtmenge und Luftqualität messen und diese Daten auf einen Online-Server hochladen können. Es handelt sich um ein Pionierprojekt für ein stadtweites Verwaltungssystem in Barcelona, das von den Bürgern betrieben wird. Derzeit sollen weitere Bürger zur Teilnahme am Smart Citizen Kit gewonnen werden, um umfassende Daten zum Leben in der Stadt zu erfassen, zu analysieren und zu verwalten. Dadurch wird Barcelona für die gesamte Welt zum Vorbild für eine nachhaltige „Smart City“. Künftig sollen auch Kleidung, Lebensmittel, Wohnen und Freizeit einbezogen werden und es wird intensiv an einer autarken Stadt gearbeitet, deren Bürger ihre Bedürfnisse selbst decken können.

Fab Labs in Japan

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Die FAB9, an der Roland DG ebenfalls als Sponsor teilnahm, fand im August 2013 im japanischen Yokohama statt. Hiroya Tanaka, einer der Gründer des Fab Lab Japan und außerordentlicher Professor an der Fakultät für Umwelt- und Informationsstudien der Universität Keio, lobte die digitale Fabrikation für ihre Möglichkeiten, die Kreativität des Einzelnen zu stimulieren und sich damit umfassend auf Industrie, Bildung, Alltagsleben und Kunst auszuwirken. Nach der FAB9 wurden in ganz Japan neue Fab Labs errichtet. Das japanische Ministerium für Inneres und Kommunikation bildete einen Ausschuss für die Entwicklung einer Fabrication Society unter Führung von Tanaka, um den künftigen Wert einer Benutzergemeinschaft für Social Fabrication zu prüfen. Darüber hinaus initiierte Tanaka ein Projekt, um das Potenzial von Yokohama als Fab City und kultureller Knotenpunkt für kreative Menschen zu beurteilen, wobei eng mit Hochschulen, Behörden, Unternehmen und Bürgern zusammengearbeitet wird.

Weitere Informationen zur FAB10 finden Sie unter: https://www.fab10.org/en